Verhaltensregeln mit denen Sie garantiert erfolgreicher werden - Teil 1

Schrift:2. September 2008 in Wissen | 15 Kommentare | Artikel drucken

Gutes Benehmen ist wie ein Designeranzug für unseren Charakter. Die Grundregeln lernt ein Kind in den jungen Jahren von seinen Eltern. Ist diese Hand voll Umgangsformen jedoch genug?

Ich möchte diesen Artikel mit einer kleinen Reise beginnen. Einer Reise durch Ihr erstes Fotoalbum. Holen wir also das leicht staubige - wie lange das doch schon her ist - Erinnerungsstück aus dem Regal.  Öffnen wir den kornblumenfarbigen schweren Einband und schauen uns die Bilder auf der ersten Seite an. Dort sind Sie. Erst ein paar Monate alt und Ihre Familie versucht Ihnen das Laufen beizubringen.  Selbst ein Betrunkener hätte diese Übung zwar besser gemeistert, doch blättern wir  einmal etwas weiter und schauen uns das nächste Bild an. Na also, mittlerweile stehen Sie auf den eigenen zwei Beinen. Drei Jahre alt. In den strahlenden Augen sieht man den Stolz - Sie haben das Sprechen gelernt. Klappen wir das Album wieder zu. Später können Sie es ja noch einmal öffnen und die restlichen Bilder anschauen.

In dem Fotoalbum haben wir uns die zwei  grundlegenden Fähigkeiten angeschaut, die jeder lernt und von denen man später auch bewusst weiß diese gelernt zu haben.  Doch außer dem Laufen und Sprechen lernen wir noch etwas anderes, das genau so wichtig ist: das Benehmen. Die Regeln wie man sich in der Gesellschaft verhält um als angenehmer Mitmensch aufzufallen. So weiß jeder das mit vollem Mund nicht gesprochen wird und wenn man ein Bonbon geschenkt bekommt, sagt man »Danke«. Fallen Ihnen noch mehr Benimmregeln ein? Ich erwarte ein »Nein«. Wenn Ihnen nun noch »Ladys First« in die Gedanken gekommen ist dürfen Sie sich freuen meine Erwartungen übertroffen zu haben.

Haben Sie denn nachdem Sie gelernt haben Ihre ersten Wörter zu sprechen keine neuen Wörter mehr gelernt? Natürlich. Für ein Kind ist ein Auto - ein Auto. Dann wächst man und wird größer. Und der Wortschatz wächst mit und vergrößert sich ebenfalls. Jetzt gibt es Cabrios, Limousinen, Zweisitzer, Fünfsitzer… nur das Benehmen bleibt eingewurzelt auf die Grundregeln begrenzt.

Ja, man kommt auch mit diesen wenigen Grundlagen zurecht. Aber es reicht auch das Grundvokabular um die Brötchen bei dem Bäcker zu kaufen. Doch je mehr Wörter Sie kennen, desto mehr Möglichkeiten eröffnen sich Ihnen. Jetzt können Sie auch Weißmehl-, Sesam- und Vollkornbrötchen kaufen. Folglich: Wenn Sie mehr Benimmregeln kennen haben Sie auch mehr Möglichkeiten diese auszunützen. Benehmen heißt sich mit seinen Mitmenschen zu beschäftigen. Ihnen zu sagen, »Ich sehe dich und ich respektiere dich.« Und es heißt schließlich, »Wie man in den Wald hineinruft so schallt es auch zurück.«

Was früher am Hofe zu viel des Guten war gerät heute immer mehr in Vergessenheit. Aus diesem Grund möchte ich Ihnen in dieser dreiteiligen Benehmen-Artikelserie einen Einblick in die so genannte Etikette geben. Dabei werde ich Ihnen Fragen wie »Wer reicht bei der Begrüßung zuerst die Hand?« beantworten und auch etwas über »Die Sprache des Bestecks« schreiben…

Die Themen in diesem Artikel heißen »Begrüßung«,  »Das Duzen« und das »Benehmen am Telefon«.

I. Begrüßung

1.1 Wer reicht zuerst die Hand?
»Ladies First.« Warum?

Grund für diese Festlegung ist, dass die Dame dem Herrn die Berührung gewährt. Treffen sich zwei Männer, dann reicht die ältere Person der jüngeren Person die Hand.

Eine Ausnahme gibt es im beruflichen Umfeld. Dort gib die höher gestellte Person der niederer gestellten Person. Beim Händeschütteln sollte der Blickkontakt bewahrt werden und ein Lächeln dazu schafft Vertrauen. Übrigens sagt das Händedrücken mehr über den Charakter aus, als Sie vielleicht denken. Beim Händeschütteln ist ein kräftiger, nicht zerquetschender, Händedruck das Zeichen für »Selbstbewusstsein, Kraft und Willensstärke«. Ein zurückhaltender Händedruck steht für das Gegenteil »Charakterschwäche und Ängstlichkeit«. Die Chefs wissen das.

II. Das Duzen

2.1 »Du« – Wer bietet es an?
Die übersichtliche Grundregel lautet wie folgt.

  • Der ältere Mensch dem jüngeren Menschen.
  • Der Ranghöhere dem Rangniedrigerem.

III. Niesen

3.1 »Gesundheit« sagen - Ja oder Nein?
Hier stoßen wir auf die meist diskutierte Frage zum Thema Benehmen. So weiß doch jeder was man sagt wenn die junge Frau in der U-Bahn niest - aber auch der nette Herr mit dem Hut. »Gesundheit«, oder? Die aktuellen Benimmregeln lauten anders. Nach diesen sollen Sie den Menschen der niest nämlich nicht noch mehr in Bedrängnis bringen und ihn auf seine »Krankheit« hinweisen. Viel mehr soll sich derjenige der genießt hat entschuldigen.

Nicht jeder kennt diese neue Übereinkunft. Falls sich jemand also nicht entschuldigt und Sie sich in Bedrängnis fühlen etwas sagen zu wollen wünschen Sie ihm »Gesundheit«. Niest der- oder diejenige allerdings öfter, z.B. wegen Heuschnupfen, sollten Sie es nach dem 2. Mal lassen. Der Mensch weiß dann, dass Sie es gut mit ihm meinen.

IV. Benehmen am Telefon

4.1 Die Telefonzeiten
Auch wenn der Gesprächspartner am Telefon den Anrufer recht schnell wieder abschütteln kann ist es dennoch anständig sich an diese Telefonzeiten zu halten:

  • Werktags kann zwischen 9:30 Uhr und 20 Uhr angerufen werden. Auszulassen ist dabei die Mittagspause von 12:30 bis 14 Uhr.
  • Feiertags und am Wochenende schlafen viele länger. Deswegen nicht vor 11 Uhr anrufen, um zu vermeiden, dass der Miesepeter am anderen Ende abnimmt.

Des Weiteren, fragen Sie immer zuerst ob der Angerufene im Augenblick Zeit für Sie hat. Hat er nämlich ohnehin schon alle Hände voll zu tun, ist es für beide Seiten besser das Gespräch zu einem späteren Zeitpunkt vernünftig und konzentriert weiter zu führen.
Bei Geschäftsgesprächen sollten Sie dem Kollegen außerdem die Möglichkeit nicht vorenthalten sich, wie Sie, auf das Gespräch vorzubereiten. Schicken Sie ihm vorab eine E-Mail oder informieren Sie ihn am Vormittag kurz per Telefon. So hätten Sie dann auch schon die Zusicherung, dass der Geschäftspartner am Nachmittag einkalkulierte Zeit für Sie haben wird.

Das war der erste Teil der Benehmen-Artikelserie. Im nächsten Artikel folgt das Thema »Benehmen beim Essen« zu dem ich außerdem noch ausführliches Insiderwissen schreiben werde. Dieses ist durchaus zu gebrauchen. Welches Insiderwissen das ist? Das erfahren Sie im nächsten Artikel der Benehmen-Artikelserie.

Alle Artikel der Benehmen-Artikelserie im Überblick:
Verhaltensregeln mit denen Sie garantiert erfolgreicher werden - Teil 1
Verhaltensregeln mit denen Sie garantiert erfolgreicher werden - Teil 2
Verhaltensregeln mit denen Sie garantiert erfolgreicher werden - Teil 3

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1. hula schreibt am 3. September 2008 um 08:53

schickes tshirt. kann man das irgendwo kaufen?

2. Schokoladenes schreibt am 3. September 2008 um 10:17

Ja kann man bestimmt. Ich weiß aber leider nicht wo.

3. Malte Landwehr schreibt am 3. September 2008 um 12:29

So weiß jeder was man sagt wenn die junge Frau in der U-Bahn niest

Die meisten wissen das nicht und sagen immer noch “Gesundheit”. Man soll laut aktuellem Knigge aber schweigen und der Niesende sagt “Entschuldigung”.

4. Schokoladenes schreibt am 3. September 2008 um 14:01

@Malte Landwehr
Ich habe das nochmals nachgeschaut. Das Thema niesen ist tatsächlich sehr umfochten. Das Thema wird jetzt in einem extra »Kapitel« behandelt.

Danke für deinen Hinweis!

5. Gerhard schreibt am 9. September 2008 um 14:47

Mittagspause von 12:30 bis 14 Uhr? Ist nicht 12 bis 13 Uhr realistischer? Ob man jemanden Gesundheit wünscht oder nicht ist jedem selbst überlassen. Aber wofür sollte sich derjenige der genießt hat entschuldigen?

6. Sebastian schreibt am 9. September 2008 um 21:26

Der jenige, der genoßen hat, entschuldigt sich dafür, dass er a) eventuell andere damit stört, da es ja teilweie auch mal lauter vondannen geht oder b), weil er seine Bazillen verbreitet, so viel mir bekannt ist.

Zum Artikel selbst, sehr aufschlussreich, schöne Einleitung, frühe mich auch weitere Teile.

ps: finde das Shirt auch schick.

7. Wishu schreibt am 10. September 2008 um 11:54

Sehr schöner Artikel, mit diesem Artikel hast du mir gezeigt, du hast was drauf, ich werde wohl wiederkommen ;)

Auf jeden Fall halte ich von diesem “Gesundheit”-Abschnitt nichts. Ich erwarte von meinen Mitmenschen, dass sie mir Gesundheit wünschen.
Grundsätzlich sage ich kurz nach dem niesen “Danke”. Ob jetzt jemand etwas gesagt hat oder nicht, die meisten merken dann, dass ich es von ihnen erwarte und tun es in Zukunft.

Sonst ein sehr sehr angenehmer Artikel.

Gruß
Wishu

8. Sebastian schreibt am 11. September 2008 um 15:32

Ich muss noch nen kleinen Bug melden,

Beim Artikel werden 8 Kommentare angezeigt, obwohl nur 7 abgegeben wurden.

9. Schokoladenes schreibt am 11. September 2008 um 16:23

Sehr aufmerksam. Das liegt daran, dass Trackbacks (Backlinks) auch als Kommentar gezählt werden. Lässt sich leider nicht anders handhaben.

10. Sebastian schreibt am 12. September 2008 um 18:32

Dann würde ich das eventuell etwas abendenr, zum Beispiel das da steht Kommentare & Trackpacks/Pings: xx

11. Max schreibt am 28. Dezember 2008 um 13:25

Die Entwicklung beim Thema Niesen finde ich traurig, ein Zeichen der Zeit. Sich dafür entschuldigen, daß man geniest hat? Sicher nicht. Ein “Gesundheit” klingt freundlich und ein Schnupfen ist kein Grund, sich entschuldigen zu müssen

12. steffen schreibt am 15. Januar 2010 um 03:20

Hey<
Also echt ne spitze Seite.
Ich denke das tshirt gibts bei sport check.
Mein Kumpel hat so ein ähnliches dort ist auch
ne alte kaputte Kasette darauf. Oder das ist doch eine
Kasette?

Gruß an euch alle

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Mein Name ist Marc Metz und ich bin Autor des Schokoladenes-Blogs. Hier veröffentliche ich Artikel über Themen die mich interessieren. Über was ich in den Artikeln schreibe? Kurz und bündig über Wissen das sich meiner Meinung nach zu wissen lohnt.

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